Was das Wundtagebuch konkret macht
Jede Stelle einzeln. Jeden Tag ein Datenpunkt.
Im Onboarding hast Du Deine aktiven Stellen benannt — Achsel links, Leiste rechts, Po, was auch immer bei Dir aktiv ist. Für jede dieser Stellen legt das System eine eigene Karte an. Und auf dieser Karte trackst Du täglich (oder wenn sich etwas ändert) vier Werte, die zusammen die vollständige Verlaufsgeschichte ergeben.
- Foto: optional, aber Gold wert. Fotos werden verschlüsselt gespeichert, in der Übersicht siehst Du Woche 1 und heute nebeneinander
- Größe in Millimetern: mit einem visuellen Schieber, damit Du nicht raten musst
- Nässen: ja/nein — der klarste Marker dafür, ob eine Stelle aktiv oder ruhig ist
- Schmerz auf einer 0–10-Skala: Dein Bauchgefühl in einer Zahl, die Du morgen wiedererkennst
- Optional: Notiz — Antibiotika angesetzt, Rotlicht 3× diese Woche, neuer BH-Bügel drückt
Aus diesen Einträgen entstehen zwei Ansichten: Der Zeitstrahl jeder einzelnen Stelle (Größe und Schmerz als Kurve) und die Gesamtübersicht aller aktiven Stellen mit Ampel-Status: heilt, stagniert, verschlechtert sich.
So sieht der Verlauf einer einzelnen Stelle aus. Von 32 mm auf 9 mm in 42 Tagen, Schmerz von 8 auf 3. Die drei Fotos stehen nebeneinander im Verlauf — Woche 1 und heute im direkten Vergleich.
Was Du davon hast
Kein Blindflug mehr. Und keine Selbsttäuschung.
Was mich jahrelang fertig gemacht hat: Ich konnte nicht sagen, ob's besser oder schlechter wird. An guten Tagen dachte ich „läuft", an schlechten „alles umsonst" — beides ohne Datengrundlage. Erst als ich angefangen habe, jede Stelle einzeln zu erfassen, hatte ich ein ehrliches Bild.
- Fortschritt sichtbar: Du siehst schwarz auf weiß, wenn eine Stelle in 6 Wochen von 22 auf 9 mm geschrumpft ist
- Rückschläge einordnen: Ein Schub-Wochenende ist nicht das Ende — im Zeitstrahl siehst Du sofort, dass die Trendlinie trotzdem stimmt
- Gute Gespräche mit Ärzt:innen: Statt „geht mal so mal so" hast Du einen konkreten Verlauf über Wochen — jede Dermatologie freut sich darüber
- Trigger-Zusammenhänge: Wenn eine Stelle immer 2–3 Tage nach einem Ernährungs-Ausrutscher aktiv wird, sieht das System diese Kopplung (siehe Ernährungstagebuch)
- Foto-Beweis für Dich selbst: Wenn der Kopf sagt „es ändert sich nichts", öffnet das Foto von vor 8 Wochen den Blick wieder
Der wichtigste Effekt ist psychisch, nicht medizinisch: Wer Fortschritt sieht, bleibt am Ball. Wer im Nebel läuft, gibt auf.
Warum das zum AI-Protokoll gehört
Ohne Wundtagebuch bleibt der Rest Bauchgefühl.
Das Wundtagebuch ist die zentrale Datenquelle des ganzen Systems. Fast alle anderen Bausteine des Protokolls speisen sich aus dem, was hier eingetragen wird — oder werten es aus:
- Das Ernährungstagebuch vergleicht Deine Mahlzeiten mit Deinen Wund-Ereignissen — daraus entsteht die Trigger-Matrix
- Der Vitaldaten-Tracker koppelt Schlaf, Stress und Zyklus an Deine Schub-Muster
- Die geführten Sessions messen ihren Erfolg an Deinen Wund-Daten (nach 3-Tage-Fasten: 75 % weniger Schwellung? Wird sichtbar.)
- Der Effekt neuer Ernährung, die aus der Rezept-KI kommt, wird an denselben Wund-Kurven abgelesen
Anders gesagt: Das Wundtagebuch ist die Waage, auf die alles zurückführt. Ohne diese Waage kannst Du weder sehen, ob eine Maßnahme wirkt, noch ob eine andere schadet. Deshalb ist es der zweite Baustein — direkt nach dem Onboarding.
Häufige Fragen
Wundtagebuch — FAQ
Muss ich jeden Tag ein Foto machen?
Nein. Empfehlung: einmal pro Woche ein Foto, sonst nur bei Veränderung. Die Zahlen (Größe, Nässen, Schmerz) reichen für den Verlauf — Fotos sind vor allem für Dich selbst, damit Du in 8 Wochen den Beweis siehst.
Wo werden die Fotos gespeichert?
Verschlüsselt auf dem Server des Protokolls. Keine Cloud-Anbieter, keine Weitergabe. Du siehst Deine Fotos, sonst niemand. Details unter Datenschutz.
Was, wenn eine Stelle abheilt und eine neue kommt?
Alte Stellen markierst Du als „abgeheilt" (sie bleiben im Archiv sichtbar, für den Verlauf), neue legst Du mit einem Klick an. Die Übersicht zeigt Dir immer die aktuell aktiven — plus, falls Du willst, die Historie.
Reicht das nicht auch als Notiz-App?
Als reine Notiz-Sammlung ja. Was Dir dann fehlt: die automatische Kopplung an Ernährung, Zyklus, Sessions — und die Auswertung. Das Protokoll rechnet, korreliert und zeigt Muster; eine Notiz-App tut das nicht.
Was, wenn ich mehrere Wochen nichts eintrage?
Kein Problem — die Zeit wird als „Lücke" markiert, damit der Verlauf ehrlich bleibt. Wenn Du danach wieder einsteigst, weißt Du selbst, was Du in der Zwischenzeit gemacht hast.
Wenn Du bisher im Kopf tracken willst, was gerade Deine 4 aktiven Stellen machen — hör auf. Das schafft niemand. Ein Foto pro Woche, drei Zahlen pro Eintrag, und in 6 Wochen hast Du ein Bild, das Du niemandem beschreiben musst. Es zeigt sich.